Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: Mai 2026
§ 1 GELTUNGSBEREICH UND VERTRAGSPARTNER
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB”)
gelten für alle Verträge, die zwischen
Strempel Consulting FZCO
IFZA Business Park, DDP
Dubai Silicon Oasis
PO Box 342001
Dubai, United Arab Emirates
License No. 57381
(nachfolgend „Anbieter” oder „wir”) und dem Kunden (nachfolgend
„Klient” oder „du”) über die auf der Website s-consulting.ae
sowie in persönlichen Gesprächen angebotenen Coaching-
Dienstleistungen geschlossen werden.
(2) Die Angebote des Anbieters richten sich ausschließlich an
Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Verträge mit Verbrauchern
im Sinne des § 13 BGB werden nicht abgeschlossen. Mit der
Beauftragung versichert der Klient, dass er als Unternehmer
handelt.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des
Klienten werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn,
der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 VERTRAGSGEGENSTAND
(1) Gegenstand des Vertrags ist die Erbringung von Coaching-
und Beratungsleistungen für IT-Unternehmer, insbesondere für
Inhaber von IT-Systemhäusern und Managed Service Providern,
zur Optimierung von Wartungsverträgen, Vertriebsprozessen und
Unternehmensführung.
(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem individuell
abgeschlossenen Coaching-Vertrag bzw. der schriftlichen
Auftragsbestätigung. In der Regel umfasst das Coaching:
· Wöchentliche 1:1-Coaching-Sessions per Videokonferenz
· Bereitstellung von Vorlagen, Skripten und Mustern
· Begleitung bei der praktischen Umsetzung
· Direkter Kontakt für dringende Fragen
(3) Der Anbieter schuldet eine fachlich qualifizierte Beratung,
jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg. Die Umsetzung
der Coaching-Inhalte und der wirtschaftliche Erfolg liegen in
der alleinigen Verantwortung des Klienten.
§ 3 VERTRAGSSCHLUSS
(1) Die Darstellung von Leistungen auf der Website
s-consulting.ae stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar,
sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.
(2) Der Vertrag kommt zustande durch:
a) ein individuelles Angebot des Anbieters per E-Mail,
b) die schriftliche oder per E-Mail erfolgte Annahme dieses
Angebots durch den Klienten und
c) die schriftliche Auftragsbestätigung des Anbieters.
(3) Sofern eine BAFA-Förderung in Anspruch genommen wird, kommt
der Vertrag erst mit Vorliegen der BAFA-Genehmigung verbindlich
zustande. Der Klient darf den Anbieter ausdrücklich erst nach
Vorliegen der BAFA-Genehmigung verbindlich beauftragen, da
bereits begonnene Projekte nicht gefördert werden.
§ 4 VERGÜTUNG UND ZAHLUNGSBEDINGUNGEN
(1) Die Vergütung ergibt sich aus dem individuell vereinbarten
Coaching-Vertrag. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise
zuzüglich gesetzlicher Steuern und Abgaben, soweit anwendbar.
(2) Da der Anbieter seinen Sitz in den Vereinigten Arabischen
Emiraten hat, erfolgt die Rechnungsstellung an in der EU
ansässige Unternehmer im Rahmen des Reverse-Charge-Verfahrens
gemäß § 13b UStG. Der Klient ist als Leistungsempfänger
Steuerschuldner der Umsatzsteuer.
(3) Sofern keine abweichende Zahlungsvereinbarung getroffen
wird, sind Rechnungen innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungs-
erhalt ohne Abzug zur Zahlung fällig.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, gesetzliche
Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszins-
satz (§ 288 Abs. 2 BGB) zu verlangen sowie eine Verzugspauschale
von 40,00 € (§ 288 Abs. 5 BGB).
(5) Der Klient kann gegen Forderungen des Anbieters nur mit
unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegen-
forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem
Klienten nur zu, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis
beruht.
§ 5 LAUFZEIT UND KÜNDIGUNG
(1) Die Vertragslaufzeit ergibt sich aus dem individuell
abgeschlossenen Coaching-Vertrag und beträgt in der Regel
6 Monate ab Coaching-Beginn.
(2) Die Vertragslaufzeit ist fest auf die im Coaching-Vertrag
vereinbarte Dauer geschlossen. Eine ordentliche Kündigung
während der Laufzeit ist ausgeschlossen. Die vereinbarte
Vergütung ist auch bei vorzeitigem Ende der Inanspruchnahme
der Leistungen durch den Klienten in voller Höhe geschuldet.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem
Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger
Grund liegt insbesondere vor bei:
a) wesentlicher Vertragsverletzung der jeweils anderen Partei
b) Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen
c) Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen
einer Vertragspartei
(4) Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt).
§ 6 MITWIRKUNGSPFLICHTEN DES KLIENTEN
(1) Der Klient verpflichtet sich, an der erfolgreichen Durch-
führung des Coachings aktiv mitzuwirken. Dazu gehören
insbesondere:
· Pünktliche und vorbereitete Teilnahme an Coaching-Sessions
· Bereitstellung aller für das Coaching erforderlichen
Informationen über sein Unternehmen
· Umsetzung der besprochenen Maßnahmen
· Bereitstellung einer funktionierenden technischen
Infrastruktur für Videokonferenzen
(2) Der Klient ist verpflichtet, dem Anbieter zur Verfügung
gestellte Unterlagen (Skripte, Mustervorlagen, Verträge etc.)
vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
(3) Verpasst der Klient eine vereinbarte Coaching-Session
ohne Absage mindestens 24 Stunden im Voraus, gilt die Session
als erbracht und wird nicht nachgeholt.
§ 7 HAFTUNG
(1) Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Schäden aus der
Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie
für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des
Anbieters beruhen.
(2) Für Schäden aus leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter
nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinal-
pflichten). Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren
Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags
überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Klient
regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall
auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt,
höchstens jedoch auf die Höhe der vereinbarten Coaching-
Vergütung.
(3) Eine Haftung für den wirtschaftlichen Erfolg der vom
Klienten umgesetzten Maßnahmen ist ausgeschlossen. Der
Anbieter schuldet die fachlich qualifizierte Durchführung
des Coachings, nicht jedoch einen bestimmten wirtschaftlichen
oder geschäftlichen Erfolg.
(4) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die der Klient
oder Dritte aufgrund eigener Entscheidungen des Klienten
während oder nach dem Coaching erleiden. Der Klient trifft
alle unternehmerischen Entscheidungen in eigener Verantwortung.
(5) Der Anbieter haftet nicht für entgangene Gewinne, mittelbare
Schäden, Folgeschäden oder reine Vermögensschäden, soweit
diese nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
(6) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen.
§ 8 VERTRAULICHKEIT
(1) Beide Vertragsparteien verpflichten sich, alle im Rahmen
der Zusammenarbeit erlangten Informationen, insbesondere
Geschäftsgeheimnisse, Unternehmenszahlen, Strategien und
persönliche Informationen, streng vertraulich zu behandeln.
(2) Diese Verpflichtung gilt für die Dauer der Zusammenarbeit
sowie unbegrenzt darüber hinaus.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, mit ausdrücklicher schriftlicher
Zustimmung des Klienten anonymisierte oder namentliche
Erfolgsdaten (z. B. erzielte Umsatzsteigerungen) für Marketing-
zwecke zu verwenden.
§ 9 URHEBERRECHT UND NUTZUNGSRECHTE
(1) Alle im Rahmen des Coachings überlassenen Materialien
(Skripte, Vorlagen, Mustervorlagen, Präsentationen, Videos
etc.) sind urheberrechtlich geschützt und bleiben Eigentum
des Anbieters.
(2) Der Klient erhält ein nicht-übertragbares, nicht
ausschließliches Nutzungsrecht zur ausschließlichen Verwendung
in seinem eigenen Unternehmen.
(3) Eine Weitergabe, Vervielfältigung, Veröffentlichung,
Bearbeitung oder kommerzielle Nutzung der überlassenen
Materialien außerhalb des eigenen Unternehmens des Klienten
ist nur mit vorheriger ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung
des Anbieters zulässig.
(4) Bei einem Verstoß gegen die in diesem § 9 geregelten
Nutzungsbeschränkungen ist der Klient verpflichtet, dem
Anbieter den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.
§ 10 DATENSCHUTZ
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der
Datenschutzerklärung des Anbieters, abrufbar unter
s-consulting.ae/datenschutz
§ 11 ANWENDBARES RECHT UND GERICHTSSTAND
(1) Auf alle Verträge zwischen dem Anbieter und dem Klienten
findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter
Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) Anwendung.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten
aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, am Sitz des Anbieters.
Dies gilt auch für Klagen aus Wechsel und Scheck sowie für
sonstige außervertragliche Ansprüche zwischen den Parteien.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Klienten nach seiner
Wahl auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
§ 12 SCHLUSSBESTIMMUNGEN
(1) Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der
Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieser
Schriftformklausel selbst.
(2) Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise
unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der
übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen
Bestimmung tritt diejenige wirksame Regelung, die dem
wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am
nächsten kommt.
(3) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.
Strempel Consulting FZCO
Dubai, Mai 2026